Was ist mining -> Kryptowährungen

 Was ist „mining“ in Bezug auf Kryptowährungen 

Grundsätzliches  
Das Bitcoingeschäft ist längst bei den meisten Banken und im Mainstream angekommen und wird nicht mehr nur von Geeks und Nerds praktiziert. Daher herrscht im Bitcoin-Mining Umfeld ein sehr großer Konkurrenzkampf und nicht alle die Bitcoin für einen Bezahlvorgang nutzen, haben diese auch selbst produziert. Generell kann man sagen, dass es beim jetzigen Status von den meisten Kryptowährungen nur noch sinnvoll ist, als kleiner Privatanwender mit dem mining zu beginnen, wenn man es aus Spaß machen will und der Profit nicht an erster Stelle steht. Mittlerweile ist es schon so weit, wenn man Bitcoins basierend auf einer bestimmten Hashrate minen möchte, man dies unter Umständen günstiger tun kann, wenn man einen sogenannten Miningvertrag abschließt, als sich die ganze Hardware selbst zu kaufen. 

Was wird technisch gemacht?  
Alle Bitcoinminer stellen die Rechenleistung ihres Computers oder spezieller Miner dem Netzwerk zur Verfügung. Das gesamte Netzwerk nutzt, diese zur Verfügung gestellte Rechenleistung nun um eine kryptografische Aufgabe zu lösen. Bei dieser kryptografischen Aufgabe spricht man auch vom „Proof-of-Work“. Mit diesem „Proof-of-Work“ wollten die Erschaffer von Kryptowährungen sicherstellen, dass ein erheblicher Aufwand getrieben werden muss, um einen gültigen Block zu erzeugen. Aufgrund von diesem Aufwand ist es im Nachhinein nahezu unmöglich die Blockkette (Blockchain) zu manipulieren. Wenn nun also mehr Rechenleistung im Netzwerk zur Verfügung steht, müsste die kryptografische Aufgabe immer leichter zu lösen sein und die Kryptowährung müsste sich immer schneller „produzieren“ lassen. Um diesen Effekt zu vermeiden, wird die Schwierigkeit der Aufgabe dynamisch angepasst. Die Aufgabe ist dabei immer so „schwer“, dass im Durchschnitt alle 10 Minuten ein neuer Block erzeugt wird, egal wie hoch die Rechenleistung ist. Die Anpassung der Schwierigkeit an die Rechenleistung erfolgt alle zwei Wochen. 

Welche Hardware wird benötigt? 
Man könnte jetzt leicht den Eindruck gewinnen, dass alles was man zum Starten und Loslegen benötigt ein PC sei. Grundsätzlich stimmt das auch, jedoch wäre das hochgradig unrentabel. Mit der Rechenleistung einer einfachen CPU, in einem PC, war es nur ganz zu Beginn möglich halbwegs rentabel zu arbeiten. Sehr schnell war das Mining jedoch nur mit Grafikprozessoren wirklich rentabel. Aber auch bei diesen wurde es bald sehr schwierig rentabel zu arbeiten, da die Rechenleistung die man einspeisen musste immer höher wurde. Es wurden also immer mehr Grafikkarten benötigt und diese verbrauchten natürlich immer mehr Strom. Da der Stromanteil zusammen mit den Hardwarekosten immer mehr stieg, setzte man bald schon auf sogenannte FPGAs (Field Programmable Gate Array). FPGAs sind in der Anschaffung zwar teuer, bieten aber für ihren Preis eine sehr hohe Rechenleistung, bei gleichzeitig recht geringem Stromverbrauch. Durch den immer weiter ansteigenden Schwierigkeitsgrad der zu lösenden Aufgabe setzt man nun bald auf ASICs. Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um Grafikchips, die an einem Netzteil hängen. Diese ASICs wurden speziell dafür entwickelt, um damit Kryptowährungen zu gewinnen. 

Welche Software wird benötigt? 
Es gibt mittlerweile drei verschiedene Arten eine Kryptowährung zu generieren. Man kann es natürlich allein machen. Das dürfte aber in den meisten Fällen nicht mehr rentabel sein. Die zweite Möglichkeit ist, sich einem Miningpool anzuschließen. Die dritte Möglichkeit wäre das Cloudmining. Beim Cloudmining mietet man Hardware im Internet und lässt andere für sich rechnen. 

Der Miningpool  
Miningpools gibt es mittlerweile recht viele. Durch die Bereitstellung von Rechenleistung an einen Pool generiert jedes Mitglied einen gewissen Gewinn bei der Errechnung eines Blocks. Den Gewinn, den jeder produziert wird durch die Anzahl der Mitglieder geteilt und dann ausgezahlt. Ein großer Vorteil, den ein Miningpool mit sich bringt ist, dass man mit regelmäßigen Auszahlungen rechnen kann. Da der Gewinn immer durch die Anzahl der Mitglieder geteilt wird, ist die Auszahlung in der Regel etwas kleiner aber dafür regelmäßig. 

Cloudmining  
Das Cloudmining ist eigentlich die einfachste und bequemste Art eine Kryptowährung selbst zu schürfen. Hier wird dem Nutzer nahezu alles von einem externen Unternehmen abgenommen. Das einzige was der Nutzer machen muss, ist eine Wallet einrichten oder eine Vorhandene nutzen. Den Mietvertrag für den Cloud-Miner abschließen und schon kann es losgehen mit dem Bitcoinminen.